Kol Targas ... dieser Tage

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16 Aug 2013 11:53 #5107 von Namon
Namon antwortete auf Kol Targas ... dieser Tage
Das Beben kam plötzlich und traf die Angreifer unvorbereitet. Man hatte mit jeglicher Form von Angriffen gerechnet doch dieses Erdbeben war stärker als jeder bekannte Zauber. Genau über den MacLaughlans Archern brach eine ganze Felswand auseinander und begrub mehr als hundert Zwerge unter sich. Das Kampfgebrüll der anrückenden Armee war Schreien der Verwunderung, des Schmerzes und des Entsetzens gewichen. Alle auf dem Schlachtfeld hatten die Energie wahrgenommen die sich hinter den Mauern gebildet hatte. Für einen kurzen Augenblick überkam Namon die Angst das Nagashun selbst an diesem Kampf teilnehmen würde, um Kol Targas und das ganze Heer in die Tiefen der Erde zu versenken. Schnell verwarf er diesen Gedanken und versuchten sich ein Bild über die Verluste zu machen. Die Speerspitze des Angriffs - die MacGilchrist First schienen wie durch ein Wunder gänzlich unverletzt. Namon war sich sicher, dass der machtvolle Schlachtzauber Ilacias hier einen wichtigen Beitrag geleistet hatte. Ebensowenig waren die Truppen Ragnars oder Belfalas betroffen, ob hier Golinnon seine schützende Hand im Spiel hatte oder der bekannte Spürsinn des Clan Douglas geholfeb hat wird auf ewige Stoff für Legenden bieten. Die Meisteraxtkrieger und MacLaughlan Archers waren stark getroffen und hatten zusammen fast 200 Zwerge verloren. Golinnon wird die Helden von Kol Targas mit offenen Armen empfangen. Auch bei den Verbündeten Menschen und Elfen waren Verluste zu verzeichnen. Und auch wenn es nicht ihre Heimat war so hatten doch alle durch die Angriffe des Oberherren gelitten so dass ihr Wille zum Kampf ungebrochen war.

Die Verluste waren schmerzlich aber kein Grund zum Verzagen. Schreie hinter den Mauern zeigten zudem das auch die Verteidiger durch das Beben betroffen waren.

Nach dem alle Kommandanten ihre Reihen geschlossen hatten, gab Namon erneut das Kommando zum Angriff.

Keiner ahnte, wie knapp sie alle der totalen Katastrophe entgangen waren und das es einem einzelnen Waldläufer zu verdanken war, dass sie noch lebten.

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16 Aug 2013 08:17 #5105 von Erin Roberts
Erin Roberts antwortete auf Kol Targas ... dieser Tage
Yolim stand wie angewurzelt vor dem Opferstein und beobachtete wie der Kopf vor ihm sich zu bewegen begann. Es schien als würde die Dunkelheit um ihm herum sich zusammenziehen und eine hohe Gestalt formen. Nach einigen Augenblicken bewegte sich die Gestalt einen Schritt nach vorne. Yolim hatte noch nie etwas vergleichbares gesehen doch er wußte, dass dies einer Inkarnation von Nagashun wohl am nähesten kam von allen Erzählungen darüber die er je gehört oder gelesen hatte.

Die Gestalt formte ein kompliziertes Symbol mit seinen Händen und schien die Dunkelheit und das Licht um sich zu bewegen. Durch die verdunkelten Fenster drang noch mehr Dunkelheit und Licht in eigenen Strömen, man konnte die Bahnen des einen und des anderen deutlich unterscheiden. Es wurde ein riesiger Ball von reiner Energie, der sich zwischen den ausgebreiteten Händen Nagashuns langsam zu immenser Größe formte.

Yolim erschrak, denn er erkannte, dass solche Magie vor nichts und niemanden halt machen würde. Nicht nur die Heerscharen vor den Toren würden untergehen, nein auch alle Soldaten die sich innerhalb der Festung befanden würden sterben. Und nicht nur dass, Kol Targas würde ausgelöscht und von der Bildfläche verschwinden. Selbst die Berge die sich im Umkreis befanden würden sich auflösen und aufhören zu existieren. Und dann hatte Yolim Angst.

In diesem Moment flog die Türe zu der Opferkammer auf und ein Zwerg stand wie angewurzelt da. Feurige Augen weit geöffnet und in seiner Hand ein seltsames Amulett. Seine Augen vielen auf die Gestalt Nagashuns und dann auf den sich rasch ausdehnenden Ball aus reiner Energie und aus seiner Kehle drang ein Schrei wie ihn noch kein Zwerg und kein anderes Lebewesen vor ihm ausgestossen hatte. Und erst da viel Yolim auf, dass auch er schrie.
Yolim kauerte sich auf den Boden der Kirche, sah seine Offiziere wie sie wimmernd in den Ecken der Kammer lagen und wartete auf sein Ende. Aus den Augenwinkeln sah er wie der Zwerg, Dammon, wie er am Rande seines Bewußtseins noch wahrnahm, ebenfalls langsam zusammensackte. Doch dann riss er sich nochmal auf und schleuderte einen kleinen Dolch auf die Inkarnation Nagashun's.
Der Angriff war völlig machtlos und konnte Nagashun nicht verletzen oder töten. Es war ein einfacher Dolch gewesen. Aber Nagashun war für den Bruchteil eines Augenblicks abgelenkt. Verwirrt dass es jemand gewagt hatte ihn überhaupt anzugreifen. Und dieser Moment reichte um den Zauber zu verändern. Der Energiezufluss endete abrupt. Der wabbernde Ball voll Energie wurde zusends unruhig und begann sich aufzulösen.

Die dunkle hohe Gestalt brummte einen tiefen unnatürlichen Ton und Dammon viel bewußtlos nach vorne.

Und dann begann sich der Ball in Stränge aufzuteilen, Nagashun webte aus der Energie einen breiten Strang der tief in die Erde drang und ein Donnern und Grollen auslöste. Ein Erdbeben dass sich von Sekunde zu Sekunde zu verstärken schien.
Ein Strang schien sich in die Kirchenmauern zu arbeiten, ein weiterer umschlang Yolim und aus dem selben Strang schoß ein Arm hoch in den Himmel und verschwand in der Ferne und reichte vermutlich bis ans Ende der Welt.
Und dann bildeten sich Stränge die sich zuerst um die Offiziere legten und sich von dort weiter verästelten, aus der Kirche direkt durch die Mauern drangen.
Als Yolim das sah, bemerkte er wie die Steinmauern der Kirche immer durchsichter zu werden schienen und ihm wurde klar, dass dieser immense Zauber sich Energie aus dieser Kirche holen würde, bis der Tempel völlig aufgelöst war. Und dann sah er den Strang um sich und erkannte, dass er von zwei Energieströmen umfasst war - einer war wie jene die sich um die Offiziere legten und einer glich dem, der die Energie aus dem Tempel sog. Yolim schloß die Augen - bereit aus dieser Welt zu vergehen.
In diesem Augeblick begann das Erdbeben! Man spürte seine unnatürliche Herkunft mit jeder Faser seines Körpers und Yolim hörte die Schreie in die Kirche dringen. Er fühlte wie Steine und Bäume, herabfallende Äste und Felsen ihre Opfer forderten. Aber er wußte, der Schlag würde nicht verheerend sein. Die Energie des Tempels und seine eigene würden nicht ausreichen. Dammon hatte den Energiefluss gebrochen bevor Nagashun genug Macht gesammelt hatte um alles auszulöschen.

Die Energieströme flossen weiter ungebrochen. Yolim und die Offiziere verließen die Opferkammer der Kirche und schleiften den bewußtlosen Dammon mit sich - zumindest ein Zwerg würde heute noch den Kopf verlieren.

Als Yolim mit den Offizieren schließlich wie durch ein Wunder die Mauern erreichten ohne auch nur einen Kratzer abzubekommen in diesem Erdbeben bot sich ihnen ein Bild des Chaos.

Sowohl das Heer vor den Toren war betroffen und vielerorts haben Spalte in den Felsen und abgebrochene Felsspitzen dutzende Soldaten getötet. Yolim sah zuerst das Kontigent der Menschen. Der Kommandant dort schien die Lage im Griff zu haben, doch man sah die Lücke in der Formation, die sich erst wieder schloß.
Ein ähnliches Bild bot sich bei den Elfen, die jedoch scheinbar weniger verluste zu beklagen hatten.
Am schlimmsten schien es die Zwerge mit den Bögen getroffen zu haben, was nur verständlich ist, da sie noch am nähesten zu den hinter ihnen liegenden Bergen postiert waren. Dort ragte zwischen den Reihen ein riesiger Felsblock hervor, der viele Krieger unter sich begraben hatte.
Und vorneweg hatte es einen Trupp der Zwerge schlimm erwischt. Ein weit geöffneter Spalt hatte viele Krieger verschlungen.

Doch das Beben schien zu Ende und es standen noch soviele Zwerge, dass Yolim schlagartig bewußt wurde, dass dies keine Schlacht sondern ein Gemetzel werden würde.

Und dann blickte er auf die Stadtverteidiger und erkannte, dass es auch hier einige Verluste gegeben hatte. Eingestürzte Häuser, umgekippte Karren, Dächer die totbringend auf die warteten Soldaten geregnet hatten. Keiner der Trupps war verschont geblieben, überall gab es Verluste zu beklagen.

Für den Augenblick herrschte Ruhe doch Yolim wußte, es war nur eine Frage von Minuten bevor der Angriff fortgesetzt werden würde. Es war ein abwarten bis man sicher war, das Erdbeben war zu Ende.
Und im nächsten Augenblick erklang das Horn der Feinde und Yolim beobachtete wie Zwerge und Menschen voran stürmten.

Ein Blick zurück auf die einst so geliebte Kirche zeigte ihm was er bereits vermutete, sie war verschwunden. An dem Ort stand nur noch die dunkle Gestalt Nagashuns, in seiner Hand noch immer einen beachtlichen Teil der Energie haltend. Und Yolim fragte sich warum er diese nicht eingesetzt hatte um die Feinde zu vernichten.

In diesem Moment spürte er wie ihm Energie aus seinem Körper gezogen wurde, er spürte seine Macht als Priester schwinden, bevor einer der beiden Stränge sich auflöste. Yolim hatte Macht eingebüßt, aber es war nicht überwältigend. Es war ein kleiner Obulus an seinen Gott, den er gerne zu geben bereit war. Und dann flammten alle übrigen Stränge in der Stadt auf und Yolim sah, dass jeder Soldat, und auch er von einem dieser Stränge erfasst wurden. Aus dem Augenwinkel heraus bemerkte er mit Genugtuung, dass einzig zur Burg von Birna kein Strang führte. Was auch immer nun geschah, es würde ihn nicht miteinschließen.

Und dann spürte er ein ziehen, es schien als würde er an einen anderen Ort gezogen.
"Haltet Dammon fest!" Schrie er den beiden Offizieren zu, die den immer noch bewußtlosen Körper zwischen sich trugen.

Das ziehen wurde stärker und dann bemerkte er wie die Welt um ihn herum zu verschwimmen begann. Er war schon oft auf magische Weise gereist, doch dies schien etwas völlig anderes. Sich zu teleportieren war .. man war hier ..und im nächsten Moment war man wo anders. Doch dies, es war wie ein Gleiten durch das Zwielicht. Man sah die Welt unwirklich an sich vorrüberziehen. Es begann Meter für Meter und er sah, wie alle Soldaten, jeder Ork und jeder Drakke mit ihm gezogen wurde und zurück blieb ein Schein, eine Illusion - ein Abbild jener die noch vor wenigen Augenblicken dort standen.
Yolim fragte sich ob sie nur ein Schein waren oder tatsächlich würden kämpfen können gegen das heranstürmende Heer.

Mit jedem Augenblick schien sich das Gleiten zu beschleunigen. Die Truppen der Zwerge hatten gerade erst hundert Schritte zurückgelegt, da sah Yolim bereits die Mauern von Kol Targas aus sicherer Entfernung und alle Verteidiger die das Erdbeben überlebt hatten waren um ihn herum. Auch die beiden Offiziere, die immer noch verzweifelt den bewußtlosen Zwerg mit sich führten. Die beiden zeigten jedoch starke Ermüdungserscheinungen. Es schien, dass sie unendliche Kraftanstrengungen brauchten um den Zwerg gegen seinen Willen auf dieser Reise mitzunehmen. Und so dauerte es auch nur noch wenige Augenblicke bis die beiden Orks den unglücklichen Zwerg aus den Fingern gleiten lassen mussten. Als Yolim dies bemerkte jaulte er kurz auf. Und dann war Dammon auch schon verschwunden. Zurückgelassen irgendwo in der Wildnis der Caerockberge.

Yolim konnte keine Umgebung mehr ausmachen. Alles war in Streifen und zur Unkenntlichkeit verschwommen. Und dann ...

... von einem Moment auf den nächsten sah er riesige hohe schwarze Mauern. Er stand auf einem Feld vor den Toren einer mächtigen Burg. Das Land von einer Dunkelheit umgeben und die Sonne nur ein Schatten ihrer Selbst. Ein lautes Knurren hinter Yolim machte ihn auf seine Begleiter aufmerksam. Er sah sich um und erkannte die Offiziere von Kol Targas und mit ihnen schienen alle Soldaten der Stadt gekommen zu sein.
Immer noch ungläubig blickte er wieder zurück auf die hohen dunklen Mauern und schüttelte den Kopf.

"YOLIM!" tönte es in seinem Kopf. "GEH HIN UND DIENE MEINEM FÜHRER UND DIENE IHR GUT IN DIESER ZEIT!"
Yolim zuckte zusammen und blickte sich um, doch Nagashun war nirgends zu erblicken.
Er sammelte sich noch einige Augenblicke lang und mit einem scheinbar unhörbaren Flüstern, "Also gut Erin Roberts, dann sehen wir was du wirklich wert bist!"

Und mit noch wackligen Beinen durchsritt Yolim das Tor von Rok Tathgar...

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16 Aug 2013 05:33 - 16 Aug 2013 07:07 #5104 von Erin Roberts
Erin Roberts antwortete auf Kol Targas ... dieser Tage
Die letzten Tage zehrten an Yolim. Das ewige Warten ohne Schlaf immer bereit die Macht Nagahsuns zu entfesseln und die Angreifer in Schutt und Asche zu verwandeln. In seinen Wachträumen sah er tausende schreiende und brennende Zwerge. Er sah die Menschen mit ihren Pferden zu einem Brei zerfliessen, der alles zersetzte Eisen, Stahl und sogar Mithril. Die Elfen die mit verzerrten Fratzen zu den hässlichsten Monstern mutieren und sich in ihrer Qual über den Verlust ihrer Schönheit und beraubt ihrer elfischen Stimme selbst zerfleischten. Mit jedem Traum wurden die Fantasien lebendiger und er fühlte sich sicherer.

Die Vorbereitungen waren schlicht und einfach gewesen. Er hatte allen Offizieren den Befehl erteilt in seiner Nähe zu bleiben um zu bezeugen was sein Gott vollbringen würde. Aber nicht alles war in den letzten Tagen zu seiner Zufriedenheit verlaufen.
Als Birna auch am dritten Tag keinerlei Anstalten machte irgendwas zu unternehmen hatte Yolim kurzerhand die militärische Führung übernommen und der Stadtwache aufgetragen alle Zwerge zusammenzutreiben und auch Dammon den aufständischen Alchemisten festzusetzen.
Stunden später betrat der Offizier den Opferraum der Kirche und blickte zu Boden.
"Was ist? Wo ist Dammon? Habt ihr die Zwerge versammelt?" Yolim war nicht sehr erfreut, dass der Offizier alleine erschienen war.
"Hoher Priester! Wir konnten niemanden finden! Keinen einzigen Zwerg und auch Dammon scheint vom Erdboden verschluckt."
"Was soll das heissen? Ihr konntet niemanden finden?"
Doch schon als der Offizier noch geredet hatte fielen ihm die alten Schriftrollen ein, die sie nur zu einem geringen Teil übersetzen konnten. Es waren Pläne und ein unendlich weites Tunnelsystem und das war auch schon alles, was sie im Laufe der Jahre herausfinden konnten. Nie hatten sie herausgefunden wo sie beginnen oder ob sie überhaupt in Kol Targas sind.
"Kol Targas ist leer, Hoher Priester! Es gibt ausser Orks kein einziges lebendes Wesen mehr in diesen Mauern!" Und sehr leise, so leise, dass es Yolim nicht zu hören vermochte fügte er hinzu, "Kol Targas ist ein riesiges Ork-Grab!"
Yolim blickte ihn lange an und überlegte. Er wusste, es würde einiges an Kraft und Opferbereitschaft fordern, was Nagashun auch immer vorhatte. Und Yolim hatte vorgehabt die Zwerge allesamt zu opfern - ein einziges riesiges Blutbad. Kol Targas wäre drei Finger tief in Blut geschwommen. Und jetzt?
"Geh und bereitet euch auf den Angriff vor und sobald sich die Truppen bewegen, gebt das Signal!"
Der Offizier kniete nocheinmal nieder und verschwand so schnell er konnte. Offensichtlich konnte er es selbst nicht glauben ohne Bestrafung wieder gehen zu können, aber es würde jetzt nicht gut sein noch einen Kämpfer vorzugeben.

Yolim blieb für einen Ersatzplan keine Zeit mehr, denn der Offizier war kaum aus der Tür hinaus, sprang er schon wieder zurück - gefolgt von anderen Offizieren und der rote Glanz in seinen Augen und der anderen verriet es genauso als das schrill tönernde Horn, dass im selben Augenblick durch Kol Targas heulte.

Yolim richtete sich scheinbar in aller Ruhe auf und bewegte sich zum Opferstein. Er nahm den violett schimmernden Dolch in die Hand und spürte wie eine unglaubliche Woge der Macht ihn erfüllte. Mit diesem Messer könnte er selbst Thuldrak töten durchzuckte ihn ein kurzer Gedanke. Doch noch bevor er selbst darüber verwundert war einen solchen Gedanken zu haben, bewegte sich sein Arm wie von selbst und der Dolch stieß tief in die Stirn genau zwischen die rotschimmernden Augen des Abbildes Nagashuns...

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Letzte Änderung: 16 Aug 2013 07:07 von Erin Roberts.

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15 Aug 2013 19:20 #5103 von Alarion
Alarion antwortete auf Kol Targas ... dieser Tage
Mit einem leisen Plopp rematerialisierte Ohtar Spheremaster westlich von Kol Targas in Sichtweite des um die Zwergenhauptstadt geschlossenen Belagerungsrings. Während ein überraschter Eichelhäher mit seinem charakterischchen Ruf gegen diese Störung seiner Ruhe protestierte, eher er von einer nahestehenden verkrüppelten Baumgruppe wegflog, trat Ohtar ein paar Schritte vor, um sich ein Bild vom aktuellen Geschehen und der Belagerung zu machen.

Er war zuletzt vor mehreren Jahren hier gewesen, damals mit einem Erkundungsauftrag. Er hatte das schreckliche Schicksal der in ihrer einstigen Hauptstadt geknechteten Zwerge gesehen und immer noch vor Augen.

Die auffälligste Änderung war natürlich die fehlende Winternacht. Fast 20 Jahre hatte diese Pervertierung der Natur Kol Targas und seine Umgebung beherrscht und mit seiner eisig-bösen Aura die Macht des Oberherrn beinahe greifbar gemacht. Noch immer war unklar, wie es Telison gelungen war, diese mächtige Winternacht, die so vielen Versuchen der Aufhebung widerstanden hatte, schlussendlich zu bannen. Es war keine reine Frage der arkanen Macht gewesen, soviel war klar. Wie sich schliesslich gezeigt hatte, lagen die Runenzauberer der Zwerge tatsächlich damit richtig, dass nur ein Ritual der richtigen Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort Erfolg haben konnte.

Kol Targas lag im Sonnenlicht. Es hätte beinahe friedlich wirken können, wären da nicht die Truppen auf den Zinnen der mächtigen Stadtmauer und der Belagerungsring gerade ausserhalb der Schussweite der Ballistas um die Stadt gewesen. Ohtar Spheremaster kannte die Spionageberichte im Detail, die Namons bester Spion beschafft hatte. Daher hatte er wenig Mühe, die sichtbaren Truppenteile zu identifizieren. Die Stadt wurde von je etwa 250 orkischen Stadtwächtern, Unterweltling Dunklen Dienern und Miliz Steinwachen verteidigt. Dazu kam eine Eliteeinheit von 150 Drakkensöldnern. Es waren weniger geworden, seit Ohtar das letzte Mal hier gewesen war. Offenbar hatte der Oberherr Truppenteile abgezogen und andernorts eingesetzt.

Doch der Vormarsch der Gefolgsleute Nagashuns war ins Stocken geraten. Ohtar wusste um die enorme Bedeutung ihres Angriffs. Kol Targas konnte eine entscheidende Wende darstellen, die erste Befreiung einer vom Oberherrn eroberten Stadt, ein Symbol für den erfolgreichen Widerstand gegen die finsteren Mächte und Schergen des Bösen!

Es musste sich allerdings erst zeigen, ob die vereinten Truppen des Rats des Lichts den Widerstand der Besatzer endgültig brechen konnten. Der Belagerungsring schien lückenlos und stark. Die zwergischen Clankrieger, Mac Leod Elite, Mac Gilchrist First und MacLaughlan Archers, dazu ein Kontingent Meisteraxtkrieger, waren kaum noch zu halten in ihrem Drang, ihre Hauptstadt endlich zu befreien. Sie wurden von mehr als 800 elfischen Valandain Schützen und einem Kontingent von 500 Talthain Rittern verstärkt. Damit schien die Rückeroberung von Kol Targas nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch Ohtar Spheremaster hatte in den letzten 30 Jahren zuviel an tückischen Schrecken und gnadenlosem Verderben durch die dunklen Mächte gesehen, um sicher sein zu können.

Deshalb war er von Telison beauftragt worden, die Talthain Ritter bei dem Angriff zu führen und mit seiner arkanen Macht zusätzlich zu unterstützen. Es hatte ihn fast einen Monat gekostet, den mächtigsten der alten Hexenmeister-Schlachtsprüche, die Schlacht des Hexenmeisters, wieder zu erforschen. Zwar hatten die arkanen Meister Talthains einst ein reiches Kontingent an machtvollen Sprüchen beherrscht, doch der seit Jahrzehnten tobende Krieg hatte fürchterliche Lücken in die Reihen der talthainischen Magiekundigen und des von ihnen bewahrten Wissens gerisssen. Bitter dachte Ohtar Spheremaster kurz daran, dass er der letzte lebende arkane Meister Talthains war. Doch dann raffte er sich auf, für solche Gedanken war nun keine Zeit. Er hatte eine Schlacht zu schlagen. Er trat vor und murmelte leise einen weiteren Spruch.

Erneut materialisierte Ohtar Spheremaster mit einem leisen Plopp diesmal direkt beim Kommandostand der talthainischen Truppen. Die Hauptleute hatten bereits ihre Befehle umgesetzt. In Reih und Glied standen die Ritter für den Sturm auf die Stadt bereit. Ihre Mithrilschwerter und polierten Plattenpanzer glitzerten im Sonnenlicht. Ohtar Spheremaster war kein Mann grosser Worte, doch das war auch nicht nötig. Die Ritter wussten genau um ihre Aufgabe und nach fast 30 Jahren Unterdrückung und Kampf durch die Schergen und Schrecken der Gefolgsleute Nagashuns mussten sie nicht extra motiviert werden.

Der Angriffsbefehl durch den Oberkommandierenden Namon stand kurz bevor. Und so bereitete sich Ohtar Spheremaster darauf vor, mit seinem mächtigen arkanen Schlachtspruch die Kampfkraft der Talthain Ritter enorm zusätzlich zu verstärken.

Der Sturm brach los...
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15 Aug 2013 12:26 #5102 von Shaaron
Shaaron antwortete auf Kol Targas ... dieser Tage
Die letzten Begeisterungsstürme nach der Rede Namons waren verklungen, und die Kommandanten der einzelnen Kampfabschnitte wendeten sich ihren Truppen zu. Wenige hundert Schritte entfernt sah sie ihre große Liebe Valtern Soulforger inmitten der Abteilung Valandain-Bogenschützen, die bald mit tödlicher Präzision ihre todbringenden Pfeile ins Ziel bringen würden.

Sie stand inmitten des größten Truppenkontingents der Armee, den MacGilchrist First. Sie überragte die Zwerge um fast das Doppelte, wodurch sie bei ihrer Ansprache auch keine Probleme hatte gesehen und gehört zu werden. Die meist bärtigen Gesichter schauten sie zumeist reserviert, manchmal auch abweisend an. Die Entscheidung, dass sie diesen Truppenteil anführen sollte, war aus strategischen Überlegungen heraus geschehen, die auf ihren Fähigkeiten als Kampfmagierin beruhten.

„Kinder Golinnons!“ Auch wenn sie ihre Stimme nur ein wenig erhoben hatte, so konnten sie doch auch die Zwerge in der letzten Reihe ohne Probleme verstehen. Sie sprach in akzentfreien Zwergisch, das von der Tonlage her an das Altzwergisch erinnerte. Sie hatte zwergisch vor Jahrhunderten zu sprechen gelernt. So konnten heute nur noch die ältesten Golinnon-Priestern sprechen, denen man in der Kultur der Zwerge einen großen Respekt entgegenbrachte.
„Seit Anbeginn der Zeit besteht eine Freundschaft zwischen den Elfen Valandaras und den Zwergen Golinonns. Lange ist es her, das Zwerge und Elfen gemeinsam in den Kampf gezogen sind; aber jetzt, JETZT ist die Zeit, dass wir gemeinsam zu Ehren unserer Götter und der Vereinigung der Felsen dem Feind, dem es nur durch Verrat gelingen konnte sich Kol Targas, das Juwel des Zwergenreichs, anzueignen, entgegenzutreten und zu zerschmettern.
Es macht mich stolz, mit den Kriegern der MacGilchrist, die schon seit Jahrhunderten immer in vorderster Front zu finden sind, dem Feind entgegenzutreten!“
Sie deutete auf den Mauerabschnitt, der vor ihnen lag und vom größten gegnerischen Drakkenkontingent verteidigt wurde und fuhr fort: „HIER wird der Hammerschlag am heftigsten niedergehen und WIR werden der Hammer sein, der die Truppen des Oberherrn zerschmettern wird!“
Die Reserviertheit der furchterregenden Axtkrieger war gewichen und hatte Begeisterung Platz gemacht.
„Und jetzt“, ihre Stimme wurde fast zu einem Flüstern, so dass die Zwerge verstummten und man eine Stecknadel fallen hören konnte, „werde ich den wohl stärksten bekannten Schlachtspruch Veranas wirken, der das letzte Mal bei der große Valandain-Schlacht gewirkt wurde.“

Sie stellte den Elfenstab, Zeichen ihrer königlichen Würde, vor sich ab und hielt ihn mit einer Hand umklammert, während sie mit der anderen Hand das Buch hielt, das ihr das Sprechen des Spruchs ermöglichte und ihr als Fokus diente. Sie leitete enorme Mengen astraler Energien in den Elfenstab und er begann von sich aus silbern zu leuchten. Während sie an der Struktur des Zaubers wob und immer weiter Energie in ihn leitete, wurde der Elfenstab das Zentrum einer silberleuchtenden Wolke dieser mystischen Energie. Während die Wolke mit ihr im Zentrum immer größer wurde, sah sie die Unsicherheit in den Gesichtszügen vieler Zwerge in Unwissenheit dessen, was passieren würde.
Sie lächelte und sprach die abschließenden Worte, die dem Zauber die gewünschte Struktur aufzwangen und lies die Energie des Zaubers nach außen brechen. Die Wolke breitete sich rasant aus und erfasste die vorderen Zwerge, die im Kreis um sie herum standen. Wirkten viele Gesichter erst noch unsicher, kam neue Entschlossenheit in die Augen. Die silberschimmernde Wolke schien sich wie eine zweite Haut über die Haut und Rüstungen der Zwerge zu legen und diese massiv zu verstärken.
Während die Wolke immer dünner wurde und auch die letzten Zwerge ihrer Abteilung erfasste, setzten die ersten Zwerge mit einem gutturalem Brummen ein, in denen nach und nach alle Zwerge einfielen und das immer lauter wurde und sogar den Herzschlag zu beeinflussen schien.
Mit einer wilden Entschlossenheit wandten sich die MacGilchrist First den Mauern Kol Targas zu und gingen in Schlachtaufstellung. Mit den scharfen Augen eines Waldläufers musterte sie das Mauern der Feste und bemerkte, wie sich Unsicherheit in den Gesicherten der Drakkensöldner breit machte, die nicht wussten was dort vor sich ging.
Sie mussten nur kurz warten. Die laute Stimme von Namon, dem designierten Zwergenkönig, schallte über das Schlachtfeld und gab das Zeichen.

Die Schreie aus mehr als 1000 Zwergenkehlen wurden dank des Zaubers eine tödliche Waffe, die bereits einige Drakken von den Zinnen der Festung holten.
Fast im gleichen Moment flogen hunderte von Elfenpfeilen über sie hinweg und hielten tödliches Gericht unter den Dienern Nagashuns.

Der Sturm auf Kol Targas hatte begonnen.
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15 Aug 2013 06:38 #5101 von Namon
Namon antwortete auf Kol Targas ... dieser Tage
Geschäftiges Treiben durchzieht das Lager. Einen vollen Monat wird Kol Targas – die einst stolze Feste des Zwergenreiches – nun schon von einem Heer der Clans und Verbündeten aus dem Rat des Lichtes belagert. Zwerge richten Ihre Rüstung aus, Äxte und Schwerter bekommen den letzten Schliff und Pfeile und Bolzen werden noch mal angespitzt. Die Armbrustschützen des Clan MacLaughlan haben die Namen ihrer gefallenen Kameraden der letzten Schlacht um Kol Targas in die Bolzen geritzt. Die Anspannung lässt die Luft über dem Lager förmlich knistern. Zwanzig Jahre lang hatten die Zwerge auf diesen Moment gewartet. Als Namons Name vor einem Jahr wieder offen genannt wurde, keimte die Hoffnung in dem stolzen Volk und als die unnatürliche Winternacht über Kol Targas durch dene edelen Telison verbannt wurde, war diese Hoffnung zur Gewissheit geworden. Der gebrochene Kampfeswille dieses stolzen Volkes war wieder erwacht und nichts und niemand wird dem geballten Zorn der Clans entgegenstehen können.

In der vergangenen Nacht war die abschließende Besprechung der Kommandanten der einzelnen Einheiten erfolgt. Das Elfenreich wird durch Königin Ilacia persönlich sowie den Hohepriester Valandaras Valtern Soulforger vertreten. Während Valtern die elfischen Valandain Schützen anführt, steht Königin Ilacia an der Spitze der MacGilchrist First. Anfängliche Beschwerden aus den Reihen der Zwerge über die Führung durch eine Frau verstummten nach der ersten Ansprache der Königin im akzentfreien Zwergisch. Das Haus Talthain wird durch Othar Spheremaster, den obersten Zauberkundigen des Menschenreiches, vertreten. Der Hexenmeister befehligt die Einheit der Talthain Ritter. Von den Zwergen sind neben Namon, der den Oberbefehl übernimmt, der oberste Waldläufer der Zwergen, Belfalas vom Clan Douglas, der Hohepriester Golinnons Ragnar Masterforger vom Clan MacLeod sowie seine getreuen Clanbrüder Conner und Amrol als Kommandaten in der Schlacht an vorderster Front.

Heute nun wird der Sturm losbrechen. In einem gemeinsamen Gottesdienst unter der Leitung derbeiden Hohepriester sowie einem Tahmanpriester der Talthainer und einem zwergischen Kolvathepriester wird der Segen der Götter für diese Schlacht gegen das Böse und die Niedertracht Nagashuns erbeten. Gerüchte über eine stärkere Präsenz Nagashuns haben eine gewisse Unruhe unter den Priestern verbreitet, auch die Hohepriester haben das Erstarken des Bösens bereits diskutiert und beobachten die Aktivitäten um Rok Tathgar mit Argwohn.

Anschließend beginnen die Kampfmagier und Priester die Schutzzauber über ihre Einheiten zu legen. Letzte Kommandos vor dem Abmarsch werden gegeben und dann erhebt sich Namon auf seinem Sternendrachen in die Lüfte und gibt das Signal zum ANGRIFF.

Der Sturm bricht los ...
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